Angekommen

Nach ca. 15 Stunden Flug- bzw. Wartezeit sind wir endlich in Mombasa gelandet. Es ist warm – nicht so warm wie ich dachte, aber vergleichbar mit den heissesten Tagen im deutschen Hochsommer. Der Flughafen ist relativ klein und nicht sehr voll mit Menschen. Ein mir fremder Geruch steigt mir in die Nase und es sollen noch viele folgen.

Nachdem wir unser Gepäck eingesammelt haben, spricht uns die Frau bei der Passkontrolle auf die Bauteile des Solarkochers an, den wir für die Schule mitgebracht haben. Ob wir denn dafür bezahlt hätten. „Wie bezahlt? Wir haben es ganz normal als Gepäckstück aufgegeben.“, entgegneten wir. „You have to pay for this, if you want to bring it here.“, sagt die Wachfrau mit starkem afrikanischen Akzent. Auf die Frage wie viel überlegt sie kurz und mein 1800 Schilling (ca. 18 Euro). Wir beraten uns kurz auf Deutsch, ob wir den Preis bezahlen oder nicht. Wir entscheiden uns unseren Kontakt in Ukunda anzurufen, um rauszubekommen, ob die Gebühr an sich und die Höhe des Preises rechtens sind. Während der kurzen Diskussion unterbricht sie uns. Sie müsse nochmal unseren Pass sehen. Sie legt meinen Pass auf ihr Pult und dreht sich auf die andere Seite um mit gerade angekommenen Touristen zu sprechen. Die Situation erscheint uns ziemlich komisch. Auf einmal dreht sich die Frau wieder zu uns gibt mir den Pass zurück und sagt wir können weitergehen. Warum wir jetzt auf einmal nicht mehr zahlen müssen, wissen wir nicht. Offensichtlich, dass die Gute schnell ein paar Schilling verdienen wollte, aber vielleicht haben wir nicht den typischen Eindruck eines gut betuchten deutschen Touristen Pärchens gemacht. Außerdem, was sollte ein solches Pärchen denn mit einem Solarkocher?! (dan)