Warum maendeleo kenia?

Wir laufen am Strand entlang. Es dauert nicht lange bis wir von Kenianern umringt sind, die uns ihre Ketten, Tücher oder Schlüsselanhänger verkaufen wollen. Nachdem wir überzeugend genug mitteilen, dass wir ihre Waren gerade nicht brauchen, kommen wir mit einem jungen, Deutsch sprechenden Kenianer ins Gespräch. Er stellt sich als Hassan vor. Hassan ist 20 Jahre alt. Er erzählt uns, dass er sein fließendes Deutsch am Strand gelernt hat . „Das ist einfach mein Talent“, sagt er.

Hassan würde gerne als Guide in einem der Hotels am Strand arbeiten, bekommt jedoch keine Stelle, da er keine Arbeitszeugnisse oder Zertifikate vorweisen kann. Arbeitserfahrung kann Hassan nicht sammeln, da ihm keiner Arbeit gibt, weil ihm die Arbeitserfahrung fehlt. Das kennen wir bereits aus Deutschland. Lehrgänge oder Teilnahme an einem Trainingscenter kann Hassan sich jedoch gar nicht erst leisten.

Hassan hat es als junger, sprachbegabter Kenianer bereits sehr schwer einen Job, geschweige denn einen guten Job zu finden. Mädchen haben es vergleichsweise schwerer im patriarchalischen Kenia.

Hier soll das Projekt „maendeleo kenia” durch freien Zugang zu Arbeitserfahrungen und Zertifikaten ansetzen. (bom)