Von Mombasa nach Ukunda – die erste Kenialehre

Nachdem wir von einem Mann, der wohl von der Schule geschickt wurde zu einem Taxi gebracht wurden (das falsche wie wir später erfahren werden), machten wir uns auf den Weg nach Ukunda. Wir verlassen den Vorplatz des Flughafens, der ebenso wie der Flughafen nicht sehr voll war. Ein Parkplatz grenzend an einer kurz gemähten Wiese und ein paar kleinere Omnibusse, die beladen werden. Hier und da werden die Betonflächen gefegt. Es scheint wirklich nicht viel los zu sein. Ob es an dem Ort oder die Tageszeit liegt?
… weiß ich nicht. Ca. 40 Euro verlangt der Taxifahrer nach Ukunda. „Ein bisschen viel.“, meint Kim. Naja, der Fahrer wurde nun bestellt und es wird schon seine Richtigkeit haben denken wir und steigen ein. Auf die Frage ob er an einer Apotheke vorbeifahren kann, antwortet er mit ja. Zählt das jetzt schon unter die Kategorie runterhandeln? Wahrscheinlich nicht, aber es fühlt sich gut an.

Bevor wir losfahren vergeht noch ein wenig Zeit. Der Taxifahrer müsse noch etwas mit einem anderen Fahrer klären, der auch losgeschickt wurde um uns abzuholen. „We dont’t want confusion here“, dreht sich der Fahrer zu uns. Wahrscheinlich war das Missverständnis unsere schuld. Zu erst wurde unserem Kontakt in Ukunda von uns anstatt 16:30 h fälschlicherweise 6:30 h mitgeteilt und dann sind wir auch noch 2 Stunden zu früh am Flughafen. Dumm gelaufen, aber uns war es mittlerweile egal bei wem wir mitfahren. Hauptsache wir kommen endlich an. Der Fahrer hat es dann wohl geklärt und wir fahren endlich los. Nachdem wir ein paar Straßen entlang gefahren sind, kommen wir näher an den Stadtkern von Mombasa. Ob es wirklich der Stadtkern ist weiß ich noch gar nicht, aber auf jeden Fall war in den Straßen mehr los. Unendlich kleine Stände mit Früchten Obst und Kleidung. Aber auch kleine Läden in gemauerten Häusern. Schilder an den Läden gibt es nur selten. In den meisten Fällen wurde die Werbung des Ladens oder Unternehmens direkt auf das Haus gemalt. Sieht ziemlich gut aus, finde ich. Dazwischen sieht man hier und da mal ein neues Gebäude. Zum Beispiel eine Tankstelle. Groß modern und sauber, aber vor allem leer. Vielleicht ein zwei Autos stehen auf der Tankstelle, aber ansonsten ist der saubere Platz leer. Zwischen all dem Gewusel Drumherum wirkt dieses Gebäude wie ein Fremdkörper in dieser Umgebung.

Die Gerüche des Flughafens mussten mittlerweile neuen stärkeren Gerüchen weichen. Die neuen Gerüche sind ein Mischung aus abgestanden Wasser in großen Schlammpfützen (Es ist bald Regenzeit) und verwesendem bzw. verbrennendem Müll, vergleichbar mit dem Zeltplatz eines großen Festivals im Sommer auf einem Sonntag. Es dauert eine Weile bis man sich daran gewöhnt hat glaube ich. Aber der Geruch ist eh nur Nebensache. Es ist laut und lebendig. Ich liebe das Lebendige. Das Laute ist mir nach dem Flug noch ein bisschen zu viel. Aber die beiden gehören wohl unweigerlich zusammen. Wo es lebendig ist, ist es auch laut. Schön und gut, aber war das gerade eine Kuh auf der Kreuzung!? Egal, die Hupen der Autos haben sie schon längst wieder verjagt. (dan)