Faire Mode

Interview mit Matilda Agency. Wie einfach ist es, sich fair zu kleiden?

 

Matilda Agency ist eine Handelsagentur mit dem Grundkonzept nachhaltiger Mode. Hinter dem Namen steckt Alexandra Tynski.

Lange hat Alex im Einzelhandel angesagter Boutiquen, wie dem Essener cob, auf der Rüttenscheider Str. 34b gearbeitet. Hier, sowie auf Messen und in Showrooms, hat sie den Modemarkt, die Bedarfsstruktur der Kunden und deren Kaufverhalten kennengelernt. Nun etabliert sie mit ihrer Agentur Matilda Agency bereits lange bestehende Labels, wie ATO Berlin und junge nachhaltige Labels wie Greenbomb, auf dem Modemarkt. Sie begleitet Collectionsbesprechungen und Fotoshootings der Labels und ist das Gesicht für die Boutiquen und Läden, die ihren Kunden nachhaltige Mode anbieten möchten.

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Fairer Handel – wie fair?

Angefangen hat der der Faire Handel in den 1970er Jahren mit der Initiative „Aktion Dritte-Welt-Handel“ der katholischen und evangelischen Jugendverbände. In den 1980ern wird die „Aktion Dritte-Welt-Handel“ in „Alternativer Handel“ umbenannt, in den 1990ern schließlich in Fairer Handel“. Damit geht eine Schärfung des Profils einher. Nach und nach rücken wirtschaftliche Dimensionen in den Vordergrund. Der „Alternative Handel“ wendet sich gegen die Welthandelsstrukturen á la wir wollen billig, koste es, was es wolle. Der Faire Handel setzt sich für einen Markt ein, der Produkte anbietet, die unter fairen Bedingungen sowie zu gerechten Preisen hergestellt werden.

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Die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO)

Viele Siegelinitiativen orientieren sich an den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation, kurz IAO.

Die IAO beschäftigt sich seit ihrem Gründungsjahr 1919  in erster Linie mit der Ausarbeitung sozialer Normen.[1] Sie ist eine Sonderorganisation der Vereinigten Nationen. Die Organe der IAO sind Regierungsvertreter der Mitgliedsstaaten sowie Arbeitnehmer und Arbeitgeber Vertreter.

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Siegeln und Zertifikaten. Orientierungshilfe und Stolperstein

Um bei Gütesiegeln und Zertifikaten Zuverlässigkeit zu gewährleisten, muss einsehbar sein, welche Standards vorliegen und wieweit die Einhaltung der Richtlinien überprüft werden. Siegel und Zertifikate sollen uns als Konsumenten eine Orientierungshilfe geben um Produkte zu identifizieren, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Um das zu erreichen, muss dem Konsumenten klar sein, was die Zertifikate und Labels bzw. Gütesiegel aussagen und wo die Unterschiede zwischen den Siegeln liegt.

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Faire und unfaire Kleidung – wo fing es an?

Die Welt rückt zusammen. Erst die Eisenbahn, dann ein Auto für jeden (oder zwei oder drei … wer kann der kann…). Mittlerweile fliegen wir für 20 Euro von Deutschland nach Marrakesch. Distanzen sind keine Hindernisse mehr. Optimal um auch ungeliebte Arbeit weit, weit weg erledigen zu lassen. Nur ist die Arbeit an sich nicht ungeliebt. Es sind die Bedingungen, unter denen sie erledigt werden muss. Vorrangig billig. Wir wissen es und wir konsumieren danach. Die einen betreiben eskalativen Massenkonsum. Weil sie es können. Die anderen kaufen bewusst fair und damit meist auch weniger.

Wie kam es dazu, dass wir zwischen fairer und unfairer Kleidung unterscheiden?

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